Erotik-Lexikon

Dark-Room

Dark kommt aus dem englischen und bedeutet dunkel / trübe / düster und Room ist der englische Sprachbegriff für Zimmer / Raum. Der Dark-Room ist demzufolge ein Dunkelraum, ein düsteres Zimmer, ein abgedunkelter Raum. Oftmals fällt der Begriff Dark-Room im Zusammenhang mit „geheimen Sextreffen im Hinterzimmer. In der Gaysex-, und Schwulenszene ist der Begriff Dark-Room weit verbreitet. Normalerweise steht Dark-Room umgangssprachlich für fotografische Dunkelkammer. In der homosexuellen Szene hingegen ist der Dark-Room ein abgedunkeltes Zimmer - manchmal auch Hinterzimmer in einem Gastraum - in welchem ausschließlich der sexuelle Verkehr unter Männern stattfindet. Heutzutage hat der Dark-Room gleichfalls auch im BDSM Bereich eine bedeutsame Rolle. So wird im Allgemeinen das „Spielzimmer“ als Dark-Room bezeichnet.


Dating / Date

Der Begriff Dating stammt aus dem englischen Sprachraum und steht für Rendezvous, Verabredung, Treffen. Im Internet hat Dating ebenso eine große Bedeutung, vor allem in den Singlekontaktbörsen, in den einschlägigen Flirt-Portalen und Partnerbörsen. Es gibt zudem auch - sowohl im Internet als auch in manchen Großstädten - diverse Dating-Cafés, in denen sich Singles und Alleinstehende treffen bzw. kennenlernen können.

Das Date / Dating steht immer für ein Treffen von zwei Unbekannten. Mitunter rein formell, um sich überhaupt einmal persönlich kennenzulernen und zu „beschnuppern“. Manchmal allerdings findet das Date auch statt, um erste oder neue Sexkontakte zu knüpfen. Bei Jugendlichen ist der Begriff Dating ebenfalls sehr beliebt. Je mehr Dates - desto besser, denn schließlich steigt damit das Ansehen. Jedenfalls bei den jungen Männern, die mit ihren zahlreichen Dates vor ihren Freunden prahlen.


Deformations-Fetischisten

Der Fetischbereich ist sehr groß. Es gibt viele Dinge, die bei einigen Menschen lustvolle Erregung hervorrufen. So können unter anderen auch deformierte Körper sein sexuelles Begehren hervorrufen. Die Deformations-Fetischisten sind nahezu angezogen von allem, was nicht perfekt, was hässlich und abstoßend ist. Mit Vorliebe wählen sich Menschen, die den Deformations-Fetischismus frönen, in erster Linie behinderte Menschen als Sexpartner aus. Dies können Blinde, Menschen mit amputierten Gliedmaßen, bucklige Personen als auch außerordentlich entstelle Menschen sein. Es gibt auch Deformations-Fetischisten, die selbst körperlich entstellt sind. Diese sind teilweise exhibitionistisch veranlagt und zeigen ihre Behinderungen offen, was wiederum eine starke sexuelle Erregung erzeugt.

Der Deformations-Fetischismus ist sehr umstritten, gilt als abnormal, krankhaft und kann durchaus sehr gefährliche Formen annehmen. Dann, wenn sich Deformations-Fetischisten selbst verstümmeln, um sexuelle Erfüllung zu finden. Experten sehen eine Verbindung in der frühesten Kindheit der Deformations-Fetischisten. So zum Beispiel werden frühkindliche Kontakte zu stark deformierten Personen, behinderten verwanden oder Bekannten als Grundlage für das Entstehen dieser sexuellen Neigungen gesehen.


Digitatio

Digitus ist ein lateinischer Begriff und bedeutet Finger. Als Digitatio werden somit die Berührungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane mit den Fingern bezeichnet. Die eigenen Genitalien mit den Fingern zu stimulieren war lange Zeit ein tabu Thema. Heutzutage gehört die Digitatio - das liebevolle Streicheln der Geschlechtsteile des Partners oft zum Vorspiel. Die Masturbation und ebenso das Petting sind ohne Digitatio undenkbar - die Finger kommen diesbezüglich zum Einsatz und sorgen für sinnliche Erregung. Das „Befummeln“ der erogenen Zonen und Geschlechtsteile ist weder unnormal noch krankhaft, sondern vielmehr eine Bereicherung des eigenen Sexuallebens.


Dildo

Als Dildo wird ein Sexspielzeug bezeichnet, welches mitunter auch mit dem Vibrator verwechselt bzw. verglichen wird. Gleichermaßen kann Dildo auch von Diletto abgeleitet werden, was auf Italienisch so viel wie Entzücken bedeutet. So gesehen bereitet der Dildo auch Entzücken. Schließlich handelt es sich dabei um einen Penisersatz, eine Nachbildung des männlichen Geschlechtsteils, was vorwiegend aus Gummi besteht und daher schlichtweg einfach „Gummischwanz“ genannt wird. Im Gegenteil zum Vibrator, der aus vielfältigen Materialien angefertigt werden kann.

Einstmals nutzten vorwiegend Frauen den Dildo mehr oder weniger als heimliches Objekt der Begierde für die Selbstbefriedigung. Unterdessen hat sich der Dildo etabliert und fehlt in fast keinem privaten Schlafzimmer mehr. Der Gummischwanz kommt auch während des gemeinsamen Vorspiels im ehelichen Bett sehr oft zum Einsatz. Heute variieren die Größen, Farben und Ausführungen der Dildos, was natürlich den Sexspaß erheblich mehr steigert. Frauen, die viel verreisen und keineswegs auf Sex verzichten möchten, haben den Dildo stets im Reisegepäck. Somit muss die nimmersatte Dame auch während der Dienstreise nicht auf ihren strammen Freund verzichten, denn der Dildo ist immer einsatzbereit, steht immer und „kann“ immer.


Dirty Talk

Dirty steht für schmutzig, Talk natürlich für Gespräch/Gerede und Dirty Talk ist demzufolge ein „schmutziges Gespräch“. Sehr oft fällt der Begriff Dirty Talk in Verbindung mit Telefonsex. Am Telefon werden auch schüchterne Menschen freier und scheuen sich nicht, ihre Sexwünsche zu offenbaren. Ein paar schmutzige, vulgäre Worte heizen dann ganz schnell ein. Auch privat hat der Dirty Talk sich unterdessen durchgesetzt. Denn ab und an einmal ein „versautes“ oder „schmutziges“ Wort der oder dem Liebsten ins Ohr geflüstert oder laut ausgesprochen, kann das sexuelle Begehren weitestgehend steigern. Der Dirty Talk dient quasi als sexuelle Stimulation und diesbezüglich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sofern die schmutzigen Worte antörnen und nicht das Gegenteil erzeugen, erfüllt Dirty Talk seinen Zweck.


Doktorspiele

Bei den Doktorspielen geht es heiß zur Sache. Der Kliniksex - wie die Doktorspiele auch genannt werden - bietet sehr viel Abwechslung. Was bei den privaten Doktorspielen alles zum Einsatz kommt und welche Art Untersuchungen vorgenommen werden, bleibt ganz den Vorlieben der jeweiligen Partner überlassen, die sich an Doktorspielen erproben wollen. Einige Männer möchten sich natürlich von einer „echten“ Krankenschwester die Spritze geben lassen. Daher gibt es auch sehr erotische Wäsche für die Kliniksexspiele. Echte Krankenschwester-Kluft, Doktorkittel und selbstverständlich auch das dementsprechende Zubehör. Fieberthermometer, Spritzen, Stethoskop und andere diverse Dinge aus dem Arztkoffer kommen bei den Doktorspielen zum Einsatz. Mitunter steht sogar ein echter Gynäkologenstuhl - der so genannte „Pflaumenbaum“ - im heimischen „Arztzimmer“. Der Fantasie sind während der Doktorspiele keine Grenzen gesetzt.

Auch im Sado-Maso Bereich sind Doktorspiele verbreitet - diese Art Kliniksex ist jedoch etwas ausschweifender als die Doktorspiele im privaten Schlafgemach. Doch auch hier wird penibel darauf geachtet, dass alle Beteiligten an den erotischen Rollenspielen gesund und munter bleiben, Spaß am Kliniksex haben und nicht ernsthaft verletzt werden.


Domina

Als Domina - aus dem Lateinischen abgeleitet - wurde einstmals die Vorsteherin eines Klosters / Stiftes bezeichnet. Domus bedeutet im lateinischen Heim. Somit kann der Begriff Domina umgangssprachlich als „Herrin des Hauses“ bezeichnet werden. In heutiger Zeit findet man die Domina vorwiegend in der Sadomaso Szene. Die Dominas sind Herrinnen, die sich ihre „Sklaven“ / „Devoten“ gefügig machen. Dominas beherrschen, erniedrigen, erziehen, züchtigen, „quälen“ und „foltern“. Die strengen Herrinnen fallen zwar unter das Prostitutionsgesetz, wenngleich sie auch nicht zu den Prostituierten / Sexarbeiterinnen gezählt werden, da Dominas generell keinen Geschlechtsverkehr mit den zahlenden Kunden haben. Andere Begriffe für Domina sind u.a. Madame, Herrin, Lady oder auch Mistress. Als Domse, Domme oder FemDom werden die Herrinnen in der nichtkommerziellen BDSM-Szene bezeichnet.


Doppeldecker

Doppeldecker sind Busse, die im Straßenverkehr zum Einsatz kommen. Doch auch der sexuelle Verkehr kann als Doppeldecker bezeichnet werden. Dann, wenn eine Frau von zwei Männern gleichzeitig sowohl vaginal als auch anal befriedigt wird. In diesem Fall liegt die Frau zwischen zwei Männern, was umgangssprachlich als Doppeldecker, mitunter allerdings auch als „Sandwich“ bezeichnet wird.

Beim Doppeldecker Verkehr dringt der unter der Frau liegende Mann mit seinem Penis in deren Scheide ein, während der Mann, welcher über / auf der Frau liegt, gleichzeitig seinen Luststab in den Anus der Frau einführt. Der Partner, der den Analverkehr durchführt, sollte eine Gleitcreme verwenden, um den empfindlichen Bereich des Afters nicht zu verletzen und der Frau beim Eindringen keine Schmerzen zuzufügen. Bei der Doppeldecker Stellung erlebt die Frau einem Mega Orgasmus.


Drag-Queen

Als Drag-Queen wird ein Mann bezeichnet, der vornehmlich in Frauenkleidern herumläuft, auffällige Perücken trägt, ein kunstvolles und schillerndes Make-up präsentiert als ebenso hochhackige Schuhe anhat. Drag-Queens sehen nicht nur aus wie Frauen, sie benehmen sich auch so und „spielen“ ihre Parodie perfekt. Vornehmlich sind Drag-Queens in der Schwulenszene zu finden aber nicht nur dort. Die Travestie Shows, in denen die Männer in Frauenkleidern auftreten, sind stets sehr gut besucht. In manch einer Großstadt genießt die Drag Queen sogar einen hervorragenden Ruf und gilt mitunter auch als prominente Persönlichkeit. Zu den bekanntesten Drag-Queens in Deutschland zählen u.a. Lilo Wanders - Ernst-Johann Reinhardt - und Olivia Jones - Oliver Knöbel. Diese beiden Travestiekünstler sind sowohl bei vielen öffentlichen Veranstaltungen zu sehen und treten ebenso im deutschen Fernsehen auf.

 



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