Wenn Gespräche mit erotischem Inhalt „antörnen“, dann steckt oftmals Narratophilie dahinter. In vielen Partnerschaften ist es so, dass diverse Worte benutzt werden, um den Partner sexuell zu erregen. Mitunter auch ziemlich „derbe“ Worte, die frivol genug sind, um richtig einzuheizen. An Narratophilie ist nichts Negatives und Unnormales zu sehen, sofern es sich nur um reine Vorliebe für erotische Gespräche bzw. die Nutzung sexuell erregender Worte handelt, die dann der Auslöser für den Geschlechtsakt sind. Mitunter ist die Narratophilie allerdings auch viel stärker ausgeprägt. Wenn der Narratophilie veranlagte NUR durch Dirty Talk bzw. Gespräche mit erotischem Inhalt sexuell erregt wird und anderweitig hingegen nicht in der Lage ist, auf normalen Weg in Ekstase zu geraten, wird in diesem Zusammenhang manchmal durchaus auch von einer sexuellen Störung gesprochen.
Natursekt wird der menschliche Urin bezeichnet. Es gibt Menschen, die vom Geruch des Urins sexuell erregt werden. Doch nicht nur von eben diesen, auch die Berührung mit dem Natursekt trägt zur Luststeigerung bei. Darüber hinaus jedoch trägt oft auch die orale Aufnahme des Natursekts / Urins zum Lustgewinn bei. Manchmal wird ebenso das Urinieren auf den Partner als sexuell stimulierend empfunden. Natursekt ist gleichermaßen als Fetisch zu verstehen. Krankhaft ist die Urophilie, wie die Vorliebe für Natursekt bezeichnet wird, aus medizinischer psychologischer Sicht zwar schon, doch nicht unbedingt behandlungsbedürftig. Erst dann, wenn nur Lustempfinden und sexueller Verkehr in Verbindung mit Natursekt möglich sind, ansonsten jegliche partnerschaftliche sexuelle Beziehung ohne diesen Fetisch nicht stattfindet, wäre eine Behandlung aus medizinischer, psychologischer Sicht angeraten.
Küssen, streicheln, knabbern, lecken - den Hals, das Gesicht, den Oberkörper des Partners mit zärtlichen Berührungen zu verwöhnen - wird als Necking bezeichnet. Necking - abgeleitet von Necken in - diesem Sinne im Zusammenhang von zärtlich necken, reizen, auch stimulieren. Beim Necking stehen keineswegs die Berührungen, Liebkosungen und Streicheleinheiten der Geschlechtsorgane im Vordergrund. Vielmehr erstreckt sich Necking auf den Bereich oberhalb der Gürtellinie. Es handelt sich beim Necking um den Austausch intensiver Zärtlichkeit, die selbstverständlich als Vorspiel in Betracht kommen. Schließlich wird beim Necking durchaus das Lustempfinden gesteigert und nicht selten sorgt dieses sinnliche Liebesspiel - bei dem Finger, Lippen und Zunge zum Einsatz kommen - dafür, dass im Anschluss daran der Geschlechtsverkehr erfolgt.
Sexuelle Vorlieben gibt es sehr vielfältige, zu eben diesen zählt gleichwohl die Nekrophilie. Im Griechischen steht das Wort nekròs für Tote / Leichen und Philie für Liebe bzw. Freundschaft. Daraus leidet sich Nekrophilie ab. Wie bereits vermuten lässt, handelt es sich bei Nekrophilie um eine Vorliebe für leblose Körper, die Berührung von Leichen, die sogar weit über diese Berührungen hinausgeht. Nekrophilie ist Sex mit Leichen / Toten. Was keinesfalls als harmlos zu bezeichnen ist, denn Nekrophilie ist eine Art von Leichenschändung. Nekrophile Menschen, welche sich mit Toten sexuell vergnügen, die Leichen also schänden, müssen mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
Neoterophilie ist die sexuelle Vorliebe für sehr viel jüngere Sexualpartner. Jedoch sind in diesem Fall, junge Frauen und junge Männer gemeint, als weniger Kinder. Daher ist die Neoterophilie nicht mit Pädophilie gleichzusetzen. Die Vorliebe für sehr viel jüngere Partner ist sowohl in der homosexuellen als auch in der homosexuellen Beziehung vorhanden. Während in den früheren Jahrzehnten vorwiegend ältere Herren sich eine extrem jüngere Frau suchten - in diesem Sinne wurde den Frauen oft ein „Vaterkomplex“ nachgesagt - schmücken sich heute unterdessen auch zahlreiche Frauen mit sehr viel jüngeren Partnern. In vielen Fällen wird mit den jüngeren Partnern keinesfalls nur das eigene Ego aufpoliert. Liebe und Sexualität spielt bei der Neoterophilie eine ebenso sehr große Rolle.
Als Nippel werden die Brustwarzen von Frauen und Männern bezeichnet. Nippel sind eine von vielen erogenen Zonen. Keinesfalls sind es nur die Frauen, die sexuelle Erregung verspüren, wenn ihre Nippel, gestreichelt, geküsst, geleckt oder gesaugt werden. Männer sind gleichermaßen nicht gefeit davor, bei der Liebkosung der Nippel, sexuell stimuliert zu werden. Manchmal allerdings reichen zärtliche Berührungen der Nippel nicht mehr aus, dann darf es durchaus ein weniger heftiger zur Sache gehen. Zur Luststeigerung werden vor allem im BDSM / SM Bereich Nippelketten oder Lustklammern eingesetzt, welche Schmerzen erzeugen. Diese Lustschmerzen sind dann jedoch erwünscht. Ringe und Ketten als auch Klammern, die an den Nippeln befestigt werden, gehören zu einer besonders beliebten Methode in BDSM Spielen, um Schmerzen zu erzeugen, die zur sexuellen Erregung beitragen.
Bei einer Notzucht handelt es sich nicht um eine Züchtung, die aus der Not heraus entstanden ist. Viel eher ist Notzucht eine strafbare Handlung. Als Notzucht wurden einst alle sexuellen Handlungen an Personen bezeichnet, welche ohne den Willen dieser vorgenommen wurden. Auch Vergewaltigungen zählten fielen unter die Definition Notzucht. Der Begriff Notzucht ist allerdings veraltet. Sexuell erzwungene Handlungen werden heutzutage als sexueller Missbrauch / Vergewaltigungen bezeichnet. Ebenso veraltet wie das Wort Notzucht, sind in diesem Zusammenhang die Begriffe Schändung und Violation.
Nutte ist ein obszönes und abwertendes Wort für Prostituierte, Sexarbeiterinnen. Ebenso wie Metze, Dirne und Hure, steht der Begriff Nutte für „leichte Mädchen“. Die Begriffe Dirne, Hure und Metze waren bereits schon im Mittelalter eindeutige Bezeichnungen für Frauen, die ihren Körper bzw. ihren Liebesdienste käuflich anboten. Der Begriff Nutte hingegen ist dann eher schon ein neumodisches Wort, welches erstmals im späten 19. Jahrhundert Erwähnung fand. Nutte ist dem Berliner Dialekt, der Berliner Mundart entsprungen. Trotz der heute vorherrschenden Toleranz gegenüber Sexarbeiterinnen / Prostituierten fällt der Begriff Nutte immer noch und immer wieder. In diesem Sinne stets abwertend gemeint und mitunter als Beschimpfung.
Nylon ist eine Synthesefaser / Kunstfaser aus Polyamid. Nylonstrümpfe und Nylonstrumpfhosen für Damen sind Beinkleider, die niemals aus der Mode kommen. Doch Nylons erfüllen nicht nur den Zweck, getragen zu werden, um angezogen zu sein. Im Fetisch Bereich haben Nylons eine ganz andere Bedeutung - sie dienen der sexuellen Befriedigung. Der Nylon Fetisch oder auch Strumpfhosen Fetisch ist vorwiegend eine sexuelle Vorliebe von Männern. Frauen in Nylons erregen den Nylon Fetischisten ungemein. Der Nylon Fetischist spürt eine unbändige Erregung, wenn er Frauen oder Männern in Strumpfhosen sieht. Mitunter sorgt das eigene Tragen von Nylon Strümpfen und Nylon Strumpfhosen bei Männern schon dafür, dass sie in Ekstase geraten. Manchmal ist es jedoch auch nur die Berührung des zarten Nylon Materials, die einen Nylon Fetischisten sexuell erregen, oder auch der Duft, wenn eine Frau vorher die Nylons getragen hat.
Als Nymphomanin wird eine Frau bezeichnet, die vom Sex nicht genug bekommen kann. Nymphoman veranlagte Frauen bedürfen stets - mitunter mehrmals am Tag - sexuelle Befriedigung. Weil der Sex bei Nymphomaninnen an erster Stelle steht, werden sie auch als „sexsüchtig“ bezeichnet. Manchen Nymphomanen reicht ein Sexualpartner nicht aus, um die Sexsucht zu befriedigen. Daher sind sie stets auf der Suche, nach Geschlechtspartnern, die potent genug sind, sie täglich mehr als einmal zu befriedigen. Für nymphomane Frauen steht die eigene Befriedigung der Lust im Vordergrund. Viele Nymphomaninnen sind ebenso auch nicht fähig, eine ernsthafte Beziehung zu einem Sexpartner aufzubauen oder gar eine innere Verbundenheit. Eine Frau, die mehrere Männer an einem Tag hat, wird umgangssprachlich auch als Schlampe oder Flittchen bezeichnet. Die Sexbesessenheit der nymphoman veranlagten Frauen ist aus medizinischer Sicht nicht krankhaft oder ungesund. Für den extrem starken Sexualtrieb gibt es keine spezielle Ursache. Jedoch können mehrere seelische Faktoren eine Rolle spielen, weshalb Frauen das unbändige Verlangen haben, ständig sexuell befriedigt werden zu wollen.