Erotik-Lexikon

Olaktophilie

Bei der Olaktophilie / auch Mysophilie genannt, handelt es sich um einen Fetisch. Diesbezüglich sorgen „strenge“ Gerüche für sexuelle Erregung. Übel riechende Kleidung oder extremer Schweißgeruch des Körpers rufen bei vielen Menschen Übelkeit hervor. Doch Geruchsfetischisten stehen darauf. Die Olaktophilie ist die Liebe / Freundschaft zum Geruch. In diesem Sinne allerdings nicht zum Wohlgeruch als eher zum „Gestank“. So werden Menschen - die dem Geruchsfetischismus verfallen sind - von strengen, üblen Gerüchen förmlich sexuell erregt. Manchmal werden für die sexuelle Befriedigung auch Orte auserwählt, an denen es regelrecht stinkt - so beispielsweise nicht gereinigte, öffentliche Toiletten. Die Olaktophilie oder Mysophilie hat viele Seiten. So regt nicht nur der üble Körpergeruch an, ebenso werden stinkende Socken oder getragenen und ungewaschene Unterwäsche für die Stimulation der sexuellen Lust herzu genommen.


Olisbos

Der Olisbos zählt zur Rubrik Sexspielzeug. Dabei handelt es sich um einen künstlichen Penis, welcher vorwiegend aus Leder gefertigt wird. Vor allem die griechischen Frauen nutzten den Olisbos einst zur Ipsation / Selbstbefriedigung. Heute kommt der Olisbos in der BDSM Szene zum Einsatz, doch auch lesbische Frauen wissen den Olisbos  als Penisersatz sehr zu schätzen. Somit ist es den Lesben möglich, Geschlechtsverkehr zu praktizieren. Der Olisbos wird auch Strap-on genannt. In diesem Fall kann der Olisbos / Dildo umgeschnallt werden bzw. wie ein Slip getragen werden. Dadurch hat die Frau, welche ihre Partnerin zum Orgasmus bringen möchte, ihre Hände frei für Streicheleinheit. Mit dem umgeschnallten Olisbos - der quasi den männlichen Penis ersetzt - kann die Frau zur sexuellen Befriedigung ihrer lesbischen Freundin beitragen.


Onanie / onanieren

Für die Selbstbefriedigung gibt es unterschiedliche Begriffe. So wird einerseits mal von Onanie oder auch von Masturbation gesprochen. Onanie - die Selbstbefriedigung - bzw. das Onanieren ist nichts Verwerfliches. Selbstbefriedigung / Masturbation / Onanie gehört unterdessen zu einer gesunden Sexualität dazu. Was einst verpönt wurde, ist heutzutage selbstverständlich. Onanie trägt nicht alleine dazu bei, sich selbst sexuelle Erfüllung zu verschaffen, sondern gleichfalls auch zur Entspannung. Hand anlegen kann sogar gesund sein, wie Wissenschaftler herausgefunden haben wollen. So soll die Onanie beim Mann tatsächlich die Prostata trainieren und zudem die Potenz steigern. Weiterhin werden beim Solo-Sex (auch so wird das Onanieren bezeichnet) sowohl Muskeln als auch Hormone und selbst Gehirnzellen trainiert. Es mag zwar sein, dass Männer mehr als Frauen onanieren, dennoch sind auch die Damen ganz entzückt, wenn sie selbst an sich Hand anlegen und durch die Selbstbefriedigung zum Orgasmus kommen. Schädlich ist Onanie also keinesfalls und ebenfalls nicht Gesundheitsschädigend, wie früher oft behauptet wurde.


One Night Stand

Simpel übersetzt kann der On Night Stand als „einmaliges Gastspiel“ übersetzt werden. ONS - wie On Night Stand abgekürzt wird - gelten als einmalige, kurze sexuelle Beziehungen, welche allerdings nicht unbedingt nur in der Nacht stattfinden. Ein On Night Stand lässt sich im seltensten Fall planen. Es kommt spontan zum sexuellen Kontakt mit einem - ebenfalls oft fremden / unbekannten - Partner. Mitunter suchen Frauen oder Männer - die entweder in einer sexuell unerfüllten Partnerschaft leben oder Singles sind, die Lust auf Sex haben - in Kontaktanzeigen gezielt nach Gleichgesinnten. Dort ist das Kürzel ONS dann symbolisierend für den On Night Stand. In erster Linie steht bei einem On Night Stand immer die sexuelle Erfüllung im Mittelpunkt und niemals wird daran gedacht, mit jenem Partner eine Beziehung aufzubauen. Wichtig allerdings ist - was in Zeiten von AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten immer im Auge halten werden sollte - dass sich all jene, die häufig On Night Stands mit fremden Partner haben, sich auch dementsprechend (mit Kondomen) schützen.


Ölmassage

Ölmassagen sind eine Wohltat in jeglicher Beziehung, entspannen sie doch Körper und Seele, tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Sehr entspannend und noch sehr viel ergiebiger sind erotische Ölmassagen / Oelmassagen. Die Nacktmassagen können zudem eine Bereicherung für die Beziehung sein. Wenn Partner sich gegenseitig mit einer sanften Oelmassage verwöhnen, kommt sehr viel mehr Intimität auf. Erotische Ölmassagen sind ein sehr sinnliches Vorspiel. So werden bei einer Ganzkörper Ölmassage körperliche Verspannungen und seelische Blockaden gelöst. Massagetechniken gibt es sehr unterschiedliche, die Wirkung von Ölmassagen hingegen ist immer gleichbleibend. Nicht selten führt so eine sinnliche Ölmassage zum Orgasmus.


Oralverkehr

Oralverkehr ist eine Sexualpraktik. Im Lateinischen steht „os“ bzw. „osis“ und „oral“ für Mund. Dies bedeutet also sinngemäß, dass beim Oralverkehr mit dem Mund „gearbeitet“ wird. Einerseits können die Geschlechtsorgane von Frau oder Mann mit der Zunge und den Lippen liebkost und somit sexuell erregt werden. Andererseits kann der Oralverkehr auch in der Mundhöhle stattfinden. In diesem Fall nimmt die Frau den Penis des Partners in den Mund und stimuliert dort das Glied. Diese Art Oralverkehr wird umgangssprachlich auch als „blasen“ bezeichnet und gilt ebenfalls als „französisch“. Wird Oralverkehr beim Mann durchgeführt, spricht man hingegen auch von Fellatio - der oralen Befriedigung des Penis. Bei der Frau hingegen nennt man den Oralverkehr auch Cunnilingus. Hierbei wird die Vulva der Frau mit Zunge und den Lippen verwöhnt. Die wohl gängigste Stellung, um Oralverkehrt zu treiben, ist Neunundsechzig / 69er Stellung. Somit können beide Partner gleichzeitig das Geschlechtsteil des anderen mit dem Mund verwöhnen.      


Orgie

Orgien galten schon im alten Griechenland als Ritus. Diesbezüglich hieß es dann Weib, Wein und Gesang - viel nackte Haut, reichlich Essen und Trinken waren der Inbegriff einer Orgie, die im Endeffekt „ausartete“. Von Allem reichlich genießen, von Jedem etwas bekommen, im Überfluss und maßlos ausschweifend - vor allem auch in sexueller Hinsicht - so kann eine Orgie definiert werden. Umgangssprachlich wurde eine Orgie oft mit „Rudelbumsen“ gleichgesetzt. Orgien - sprich auch Gruppensexpartys - finden heute vorwiegend in diversen Erotik-Etablissements statt. Gruppensexpartys erfreuen sich allerdings auch in einigen privaten Häusern großer Beliebtheit. Bei einer Orgie gibt es alles im Überfluss, der Alkohol lockert nicht nur die Zunge, sondern enthemmt zugleich und macht zügellos. Wer mit wem Sex hat, spielt bei einer Orgie dann selten noch eine Rolle. Es gibt auch Orgien bzw. Gruppensexpartys, in denen eine einzelne Frau mehrere Männer gleichzeitig sexuell befriedigt. In diesem Fall ist dann von einer Gang-Bang-Party die Rede.


Outdoor-Sex

Sex im Freien - der Outdoor Sex - ist für viele Menschen die sexuelle Erfüllung schlechthin. Einerseits besteht beim Outdoor Sex immer die Gefahr, von anderen dabei überrascht zu werden, was natürlich den Sextrieb bzw. die Lust noch mehr steigert. Andererseits ist Sex im Freien auch ein absolutes Vergnügen. Nicht nur, weil es darum geht, sich nackt in der Öffentlichkeit zu zeigen und die Tatsache, beim Geschlechtsverkehr im Freien eventuell erwischt zu werden. Auch bessern sich viele Frauen mit Outdoor Sex ihr Taschengeld auf. Sie treffen sich auf Parkplätzen oder anderen öffentlichen Orten, wie Stadtparks, um Outdoor Sex zu treiben. Doch auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind ein beliebter Ort für Outdoor Abenteuer, ebenso wie Sex im Fahrschul sehr beliebt ist. Der Kick besteht schließlich darin, jederzeit gesehen zu werden. Zuschauer beim Outdoor Sex sind hin und wieder sogar mehr als erwünscht. Daher gibt in jeder deutschen Großstadt diverse Treffpunkte für Outdoor Sex Freunde. Outdoor Sex bzw. Sex im Freien zählt jedoch zur Erregung des öffentlichen Ärgernisses und wird auch dementsprechend bestraft.


Outing

Outing - auch Coming out - ist ein Begriff der aus dem Englischen stammt. Er wurde von der Lesben und Schwulenbewegung quasi „übernommen“. Das Outing / Coming out steht für die „öffentliche“ Bekanntgabe der sexuellen Zugehörigkeit von berühmten Personen. So sollten bewusst und ganz provokativ vor allem prominente Persönlichkeiten, die nicht heterosexuell veranlagt, sondern lesbisch oder schwul waren, zum Outing gezwungen werden. Rosa von Praunheim - der als Holger Radtke geboren wurde - zählt zu den bekanntesten deutschen Filmregisseuren, der es in Deutschland gewagt hat, deutsche Prominente - wie den Komiker Hape Kerkeling und Moderator Alfred Biolek  - in einer Fernsehsendung öffentlich als „schwul“ zu bezeichnen. Somit war das Outing perfekt. Allerdings könnte ein Outing auch „nach hinten losgehen“ - wenn dieses nicht der Wahrheit entspricht. Werden prominente Personen als schwul oder lesbisch (homosexuell) bezeichnet, könnte dies sogar als Verleumdung gelten und  rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sofern keine eindeutigen Beweise für die Homosexualität betreffender Personen erbracht werden können. Viele Prominente nutzten heute die Medien / auch die eigenen Homepage im Internet oder Facebook und Twitter, um ihr eigenes Outing in Szene zu setzen und sich offen zu ihrer Homosexualität zu bekennen.


Ovashengi

Bei den Ovambos handelt es sich um einen Bantusstamm in Südwestafrika. Dieser Stamm besteht aus Männern, welche bereits seit ihrer frühesten Kindheit in Mädchenkleidung gepackt wurden. Doch nicht nur dass, die als Knaben geborenen wurden auch wie Mädchen behandelt und so aufgezogen. Die südwestafrikanischen Ovashengi gelten gleichermaßen als rituelle Transvestiten und werden als Ehrenjungfrauen betitelt.




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