Im Antiken Griechenland galt die Päderastie keinesfalls als moralisch bedenklich. Im Gegensatz zu heute, wo die sexuelle Beziehung zwischen einem Mann und einem männlichen Jugendlichen oder Kind / Jungen als Straftat gilt. Doch im frühen Griechenland spielte die Liebe zum Knaben eine sehr zentrale Rolle, keineswegs nur in sexueller Hinsicht, sondern ebenso mit pädagogischem Hintergrund. Als Eromenos wurde ein jugendlicher Partner bezeichnet, welcher dem erwachsenen Mann zugetan war. Dies bedeutete umgangssprachlich „der, der geliebt wird“. Die jugendlichen männlichen Eromenos waren im Durchschnitt 12 bis 18 Jahre alt. Die Päderastie war nicht nur auf sexuelle Lustbefriedigung ausgelegt, als u.a. auch darauf, dass der Erastes - der ältere Mann in der päderastischen Beziehung - den Eromenos in jeglicher Beziehung „erziehen“ und diesem etwas beibringen sollte, so vor allem auch gesellschaftliche Denkbilder. Die Bildung, Förderung und Erziehung bestand überdies darin, die jugendlichen Männer / Eromenos zu tadellosen Menschen zu erziehen. Auf sexueller Ebene wurde in der päderastischen Beziehung oft der so genannte „Schenkelverkehr“ praktiziert.
Pädophilie ist gleichsam ein Begriff aus dem Griechischen. Hierbei handelt es sich um eine Form Freundschaft zu einem Kind, jedoch mehr in Form von sexuellem Interesse. Pädophilie wird als psychische Störung angesehen, ebenso Paraphilie bezeichnet - was wiederum auf eine Störung der Sexualpräferenz hindeutet. Männer und Frauen, die sich in irgendeiner Form sexuell an Kindern / Mädchen / Jungen - d.h. Schutzbefohlenen - vergehen, begehen eine Straftat. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie eindeutige sexuelle Handlungen praktizieren (Geschlechtsorgane der Kinder berühren /oder die eigenen Geschlechtsorgane von den Minderjährigen berühren lassen) oder, ob sie die Minderjährigen zum Geschlechtsverkehr zwingen. Pädophilie wird in jeglicher Form als sexueller Missbrauch von Kindern angesehen, somit als Straftat und dementsprechend ist mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen, die mit Freiheitsentzug bestraft wird.
Was ist Penetration? Diese Frage wird mitunter sehr oft noch gestellt, wobei eigentlich klar sein müsste, was unter Penetration zu verstehen ist. Doch für das Wort Penetration gibt es mehrere Erklärungen. In der Militärtechnik zum Beispiel wird das Eindringen von Projektilen als Penetration bezeichnet. Medizinisch hingegen ist mit der Penetration das Eindringen von Wirkstoffen (z.B. mittels Injektion) in die Haut gemeint. Doch auch für den Geschlechtsverkehr steht der Begriff Penetration. Diesbezüglich ist das Eindringen des Penis in die Scheide der Frau bzw. in den Anus mit der Penetration gleichzusetzen. Das Eindringen von Gegenständen, Stoffen oder Teilen ist allgemein ausgedrückt stets eine Penetration.
Das männliche Glied wird als Penis bezeichnet. Der Penis des Mannes ist - vom Hodensack abgesehen - ein spezifisches äußeres Geschlechtsorgan. So werden schon Neugeborene mit einem Penis eindeutig als männlicher Säugling identifiziert. Doch der Penis ist zugleich auch der Teil, welcher für die Harnausscheidung / das Urinieren notwendig ist. Daneben jedoch ist der Penis auch noch das wichtigste „Instrument“ zur Begattung. Ein Sprichwort besagt: Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes - mit letzterem ist der Penis gemeint. Doch weder die Nase eines Mannes ist ein Anhaltspunkt für die Größe des männlichen Glieds, noch ist die Körpergröße eines Mannes ausschlaggebend für die Penisgröße. Durchschnittlich ist ein Penis im erigierten Zustand ca. zwischen 12,9 bis 15 cm lang / groß.
In der Sexualität wird zwischen normaler und perverser / paraphieler Sexualität unterschieden. Allgemein wird alles, was „abartig“ ist als pervers bezeichnet. Perversion - lateinisch für perversio - steht für Umkehrung / Verdrehung. Da es eine Vielfalt an Sexualpraktiken und ebenso zahlreiche Fetische gibt, der BDSM Bereich sich weiter etabliert - ist die Perversion schwerer einzugrenzen. Pervers finden die einen schon Analverkehr, während andere Oralsex als abartig bezeichnen und die Genießer von Natursekt der Perversion bezichtigen. Viele Dinge, die im sexuellen Bereich von der Norm abweichen, werden als Perversion bzw. als pervers bezeichnet. Doch hinsichtlich dessen, das jeder Mensch eine andere Vorstellung von Sexualität hat und mehr oder weniger gewisse Vorlieben - kann nicht von eindeutiger oder verallgemeinernder Perversion gesprochen werden.
Schmusen, zärtlich sein, sich gegenseitig „befummeln“, liebevoll streichen, küssen, lecken - all dies fällt unter den Begriff Petting. Petting wird mitunter auch als Safer Sex beschrieben, wenn im Anschluss daran kein Geschlechtsverkehr stattfindet, sondern sich alles nur auf rein zärtliche Streicheleinheiten beschränkt. Allerdings kann das Petting auch das erregende Vorspiel sein, je nachdem, wie weit die Partner gehen möchten. Oftmals ist das Petting eine erste „Erkundungstour“, um den Körper und die erogenen Zonen der Freundin / des Freundes zu erforschen. Dies kann sowohl getan werden, wenn beide Partner noch angezogen sind - in diesem Fall ist von Soft Petting die Rede. Findet das Petting teilweise bekleidet statt (Unterwäsche bleibt an) nennt man dies Medium Petting. Wenn beide Partner vollständig entkleidet sind wird dies als Heavy Petting bezeichnet.
Unter Pollution ist ein unabsichtlicher Samenerguss zu verstehen. Die Pollution ist demzufolge ein unbewusster Orgasmus, der oftmals mitten im Schlaf - d.h. ohne Wachbewusstsein - auftritt. Mitunter wird die Pollution auch „feuchter Traum“ genannt. Oftmals bemerken die männlichen Jugendlichen und Männer es kaum, dass sie während des Schlafens eine Pollution hatten. Dieser unwillkürliche Samenerguss hinterlässt allerdings „verräterische“ Flecken auf der Bett- und Nachtwäsche, welche dann natürlich darauf hindeuten, dass eine Pollution stattgefunden hat. Der Begriff Pollution stammt aus dem Lateinischen und ist gleichzusetzten mit den deutschen Wörtern verunreinigen, beflecken oder beschmutzen. Der unabsichtliche Samenerguss während des Nachtschlafs ist keineswegs ein Zeichen für mögliche Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane, sondern eine durchaus normale Sache, die ohne jegliches aktives Zutun stattfindet. Auch während des Schlafens am Tage kann eine Pollution auftreten.
Den Begriff Polygamie hat jeder schon einmal gehört. Doch was genau ist Polygamie? Eine Dreiecksbeziehung? Vielweiberei? Mehrfachehe? Polygamie ist nicht mit Bigamie zu verwechseln. Diesbezüglich handelt es sich um eine Doppelehe - welche in Deutschland gesetzlich verboten ist. Das Eingehen mehrerer Ehen kann sogar mit einer Freiheitsstrafe belegt werden. Ein Mann, der mehrere Frauen liebt und mit ihnen zusammenlebt, ist polygam. Bei der Polygamie handelt es sich sozusagen um eheähnliche Beziehungen mit mehreren Frauen. Der Autor und Filmemacher Rainer Langhans hat sich offen zu seiner Vielweiberei bekannt. Er lebt bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit fünf Frauen zusammen. Verheiratet ist der polygam veranlagte Rainer Langhans mit keiner seiner Frauen aus seinem „Harem“.
Unter dem Begriff Pornografie wird allgemein die Darstellung der menschlichen Sexualität zusammengefasst. Hierbei ist also der Liebesakt in allen Variationen / Stellungen gemeint. Als Porno wird vor allem ein pornographischer Film / Sexfilm / Erotikfilm bezeichnet. In den Pornos werden sexuelle Darbietungen gezeigt, die sowohl „angedeutet“ sein können oder tatsächlich in allen Einzelheiten dargestellt werden. Es gibt Soft-Pornos aber auch Hardcore Pornografie. Neben den vielfältigen Porno- bzw. Erotikfilmen zählen auch Sexfotos und Fotografien, auf denen der Geschlechtsakt abgebildet ist, zur Rubrik Pornografie.
Als Prostitution wird ganz allgemein das „zur Schau stellen“ bezeichnet. Prostituierte / Sexarbeiterinnen stellen sozusagen ihren Körper zur Schau. Sie präsentieren sich, um ihre sexuellen Dienstleistungen anzubieten. Schon seit vielen Jahrzehnten wird Prostitution betrieben. Selbst in der Bibel / im Alten Testament wird die Prostitution erwähnt. Sofern Frauen freiwillig als Prostituierte arbeiten, ist dies nicht zu verurteilen. Eine strafbare Handlung hingegen ist die Zwangsprostitution. In diesem Fall werden oft Mädchen und Frauen gezwungen, „anzuschaffen“. Diese Art Prostitution - gegen den eigenen Willen - zählt als sexuelle Ausbeutung und gleichwohl wird die Zwangsprostitution als Menschenhandel deklariert. Prostitution unterliegt auch einer gewissen Rechtsverordnung. Prostitution ist nicht überall und an jeden Ort einfach so möglich. Auch gibt es bestimmte Tageszeiten, wo öffentliche Prostitution verboten ist. Halten sich Prostituierte nicht an diverse Regeln, können sie durchaus mit Sanktionen rechnen, welche im § 120 des Ordnungswidrigkeitengesetzes als auch im § 184d des Strafgesetzbuches festgelegt sind.