Die Unschuld hat viele „Gesichter“ - denn die Unschuld wird stets anders definiert. Spricht man von Unschuld, dann oft im juristischen Sinne von „nicht schuldig“ oder „schuldig sein“. Allerdings spielt die Unschuld ebenso in der Religion eine bedeutsame Rolle. Dort ist von Adam und Eva die Rede, von Nacktheit, dem Baum der Erkenntnis und dem „Verlust“ der Unschuld. Der Verlust der Unschuld ist der „Entjungferung“ gleichzusetzen. In der Sexualität steht die Unschuld für das Reine, für die sexuelle Unberührtheit und Keuschheit. Verliert hingegen ein Mädchen / eine junge Frau „ihre Unschuld“, weil es / sie zum ersten Mal Sex hatte, gilt es / sie nicht mehr als „rein“ und „unschuldig“. Die Farbe Weiß steht symbolisch für Reinheit und Unschuld. In früheren Zeiten „sollten“ Frauen, die bereits vor der Ehe schwanger waren oder gar schon ein Kind geboren hatten, daher möglichst kein weißes Hochzeitskleid tragen. Schließlich hatten sie ihre Unschuld verloren und waren nicht mehr „sauber“, sittsam, brav und „rein“ und somit nicht mehr unschuldig.
Die Frucht ist immer das Resultat einer Saat. So jedenfalls im „Bauern-Jargon“ gesprochen. Ist die Ernte schlecht ausgefallen, könnte es am „nicht fruchtbaren Boden“ gelegen haben. Unfruchtbar sind allerdings auch Frauen, die keine Kinder gebären können bzw. Frauen, die nicht schwanger werden - aus vielerlei möglichen Gründen. Im biologischen Zusammenhang wird die Unfruchtbarkeit mit Empfängnisunfähigkeit der Frau und Zeugungsfähigkeit des Mannes gesehen. Wenn der Kinderwunsch versagt bleibt, weil der Mann nicht genügend Spermien produziert, die zur Befruchtung der weiblichen Eizelle beitragen, gilt er als nicht „zeugungsfähig“. Frauen, die nicht schwanger werden, gelten als „unfruchtbar“. Für eine Unfruchtbarkeit gibt es zahlreiche Gründe. Diese müssen genau herauskristallisiert werden. Wenn Paare einen Kinderwunsch haben, der sich nicht einstellt, liegt es oft an einem von beiden Partnern, dass die Befruchtung nicht stattfindet. Männer können sich in diesem Fall vertrauensvoll an Urologen wenden, Frauen an ihren Frauenarzt bzw. ihre Frauenärztin, um den Ursachen der Unfruchtbarkeit auf den Grund zu gehen.
Uniformen flößen durchaus Respekt ein. Menschen, die Uniformen tragen, stellen schließlich etwas dar. Sie demonstrieren Macht. Die Fiktion auf Uniformen spielt auch im sexuellen Bereich eine nicht weniger gewichtige Rolle. Uniformfetischismus ist nicht selten. Glaubt man, dass nur Männer Uniformen tragen, sich somit Respekt verschaffen wollen, ist man schon einen Irrtum aufgesessen. Denn es sind eher Frauen, die dem Uniformfetischismus verfallen sind. Einerseits wissen die Ladys, dass sie in eng sitzenden Uniformen - welche die weiblichen Reize umso mehr betonen - sehr attraktiv und sexy aussehen. Andererseits erkennen sie gleichwohl, dass sie in Uniform auch „das Sagen“ haben. Männer werden ziemlich nervös, wenn sie Frauen in Uniformen sehen - als Politessen oder Polizistinnen demonstrieren sie ihre Macht. Doch auch bei Frauen kommen Männer in Uniform gut an, sofern Männer eine solche tragen, gelten sie als attraktiv und „wichtig“. Die Enttäuschung ist allerdings vorprogrammiert. Sobald Mann die Uniform auszieht, hat er für die Frau den Reiz verloren. Der Uniformfetischismus hat viele Facetten. Hauptsache Uniform, sonst geht gar nichts.
Als Unzucht wird schlichtweg alles „Verwerfliche“ bezeichnet. Das menschliche Sexualverhalten an sich, welches nicht der „Norm“ entspricht. Zahlreiche sittliche und moralische Aspekte spielen eine Rolle, wenn von Unzucht die Rede ist. Unzucht ist vielgesichtig. So zählen auch Vergewaltigungen von Frauen, als ebenso der sexuelle Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen, selbst die Nötigung von Behinderten zum Geschlechtsverkehr, als Unzucht. Unzucht ist gleichfalls für Inzest bezeichnend. Doch mitunter wird selbst - im heutigen, modernen Zeitalter - die Masturbation / Selbstbefriedigung als Unzucht bezeichnet. Unter Unzucht fällt alles, was im sexuellen Bereich als „nicht normal“, krankhaft, und nicht „rein“ beschrieben wird, so auch die Genitalverstümmelung von Männern und Frauen. Unzucht lässt sich nur schwer und schon gar nicht klar definieren, da sie viele Facetten hat.
Der „goldene Saft“ ist der ausschlaggebende Punkt für die Urophilie. Die menschlichen Ausscheidungen von Urin und Kot sind zwar etwas sehr „Intimes“, doch gibt es durchaus Menschen - mehr, als man denkt - welche Urin und Kot sexuell erregend finden. In diesen Fällen wird in „Fachkreisen“ von der Vorliebe von „Sekt und Kaviar“ gesprochen. Die Urophilie hingegen schließt nur die Bevorzugung für Urin ein. Diesbezüglich wird nicht nur das Urinieren an sich als besonders erregend empfunden, auch die orale Aufnahme des „gelben Saftes“ sorgt für prickelnde Gefühle.
Aus medizinischer und psychologischer Sicht gilt die Urophilie schon wieder als Krankheitsbild. Doch nur dann, wenn der Fetisch - auch die Urophilie zählt als solcher - stark übertrieben wird, und neben diesem keine weiteren „normalen“ sexuellen Gefühle vorhanden sind, die eine Partnerschaft ermöglichen. Wenn die Fixierung auf den „Golden Shower“ so groß ist, dass die Fetischisten nur in Verbindung mit diesem zum sexuellen Höhepunkt kommen, kann durchaus von Krankheit gesprochen werden.